Erika-Fuchs-Haus: Donald Duck & Comic Museum

Das Erika-Fuchs-Haus in Schwarzenbach an der Saale ist das erste Museum für Comic und Sprachkunst in Deutschland. Hier dreht sich alles die Entstehungs-Geschichte des Comics sowie um die Walt Disney Zeichentrickfilm-Figur „Donald Duck“ und die Stadt Entenhausen. Regelmäßig werden auch öffentliche Führungen zu speziellen Themen angeboten.

Die Übersetzungen der Disney-Comics prägten das allgemeine Sprachbewusstsein

Warum gerade Donald Duck? Weil Dr. Erika Fuchs von 1951 bis 1988 Übersetzerin und Chefredakteurin des Micky-Maus-Magazins war. Mit ihren Wortschöpfungen und Lautmalereien prägte Sie sogar einen eignen Stil – den Erikativ (auch Inflektiv genannt). Er wird durch Reduktion, d. h. durch Weglassen der Infinitivendung -n oder -en, gebildet wird.

Beispiele: *grins*, *freu*, *seufz*, *purzel*, *kicher*, *grübbel*, *würg*, *schluck*, *ächz*, *bibber*, *schepper*, *kreisch*…Viele dieser Kurzformen hatten bei der Jugend damals einen so großen Erfolg, so dass sie nach und nach in den alltäglichen deutschen Sprachgebrauch gewandert sind.

Das Erika-Fuchs-Haus zeigt daher Donald Duck in all seinen Facetten: Figuren, Bilder, Plakate, Zeitungsstrips, Hefte, Spielsachen und vieles mehr. Alles Stücke, die der Sammler Gerhard Severin über viele Jahre über den Erpel im Matrosenanzug zusammengetragen hat.

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Entenhausen für Groß und Klein

Der Rundgang im Museum führt unter anderem durch das begehbare „Entenhausen“. Hier werden verschiedene Gebäude und einzelne Figuren der Comic-Serie nochmal genauer vorgestellt. In Donald Ducks Wohnung trifft man zum Beispiel auch auf seine Neffen Tick, Trick und Track, nebenan auf Daniel Düsentrieb in seiner Erfinderwerkstatt oder Onkel Dagobert in seinem Geldspeicher.

Am interaktiven Stadtplan von Entenhausen erhält man viele Infos über die Architektur und Geografie von Entenhausen. Der Heimatort von Dr. Erika Fuchs – Schwarzenbach an der Saale – und Örtlichkeiten aus der oberfränkischen Umgebung finden sich nämlich auch immer wieder in den Donald Duck Comics. Anschließend kommt man zu einem raumhohen biografischen Comic, den der Zeichner Simon Schwartz über das Leben von Erika Fuchs gezeichnet hat. Originale Objekte wie Schreibmaschine, Manuskripte und Notizbuch geben Eindruck in die Arbeitsweise der Übersetzerin. Thematisiert wird auch immer wieder ihre Zusammenarbeit mit dem bekannten US-amerikanischer Comicautor und -zeichner Carl Barks.

In einer Galerie im Museum werden zeitgenössische Comic-Künstler vorgestellt und für Groß und Klein lädt außerdem eine Bibliothek mit hunderten Comic-Klassikern zum stundenlangen Schmökern ein. Hier gibt es von Kindercomics über Klassiker und Superhelden-Geschichten bis hin zu Graphic Novel und Fachbüchern ganz viel zu entdecken.

Regelmäßig finden im Comic-Museum auch Lesungen, Vorträge, Publikationen, Sonderausstellungen und ähnliches statt. Für Gruppen oder Kindergeburtstage können nach vorheriger Anmeldung gerne Führungen gebucht werden. Und für Kindergärten und Schulklassen sind zusätzliche pädagogische Angebote verfügbar. Das Museum verfügt über einen Aufzug und ist barrierefrei. Hunde sind im Museum nicht gestattet.

Weitere Informationen zum Erika-Fuchs-Haus Schwarzenbach

Erika-Fuchs-Haus
Museum für Comic und Sprachkunst
Bahnhofstraße 12
95126 Schwarzenbach a. d. Saale

Internet: http://www.erika-fuchs.de/
Tel: +49 (0) 92 84 / 94 98 120
E-Mail: info@erika-fuchs.de

Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10 – 18 Uhr
Die genauen Öffnungszeiten und Eintrittspreise erfahren Sie auf der Internetseite des Erika-Fuchs-Haus Museum für Comic und Sprachkunst.

Karte Erika-Fuchs-Haus: Donald Duck & Comic Museum

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