Porzellanmuseum Selb
In Selb befindet sich in einer seit 1969 stillgelegten ehemaligen Rosenthal-Fabrik das sogenannte “Porzellanikon”. Es liegt ganz im Norden von Selb im Ortsteil “Plößberg”. Gut 9000 qm des umgenutzten Industriestandortes beherbergen heute drei verschiedene Museen:
- das Europäisches IndustrieMuseum für Porzellan
- das Rosenthal Museum
- und das Europäische Museum für Technische Keramik
Im nahegelegenen Hohenberg an der Eger befindet sich als weiterer Standort des Porzellanikons das “Deutsche PorzellanMuseum”.
Europäisches Industriemuseum für Porzellan
Das europäische Industriemuseum ist ein Museum der Arbeits- und Sozialgeschichte, ein Technikmuseum, das tiefe Einblicke über die Porzellanherstellung gibt. In den Räumen wird von der Masseaufbereitung über den Gipsformenbau bis hin zur Weißfertigung und der Dekoration nachvollziehbar, wie Porzellangeschirr entstand und entsteht – eine Art Betriebsführung, die sowohl Mensch als auch Maschine im Fokus hat. Zu der Ausstattung gehört neben multimedialen Elementen auch Werkplätzen und Teile der Produktionsanlage. Zwei Dampfmaschinen mit Trafostation, das Kesselhaus mit eigenem Brunnen sowie die Werkzeuge, die zur Bedienung erforderlich waren, sind vorhanden und funktionstüchtig: Die Dampfmaschine läuft täglich.
Rosenthal Museum
Der Name Rosenthal ist ein Synonym für Luxus und höchste Tischkultur. Immerhin steht der Name für einen der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Hersteller von Porzellan. Das Rosenthal Museum zeigt Teile der legendären Produktpalette und viele Klassiker aus der mehr als 125-jährigen Firmengeschichte.
Europäisches Museum für Technische Keramik
Das Europäische Museum für Technische Keramik zeigt auf, dass ein höchst ertragreicher und zukunftsträchtiger Zweig der Branche mittlerweile seinen Schwerpunkt auf den Bereich der Technik legt. In vielen Produkten in der Mechatronik und Raumfahrt, High Tech und Medizin, Chemie und Hochspannungstechnik findet man inzwischen technische Keramik. Wie das funktioniert und tatsächlich aussieht, zeigt das Museum an vielen interaktiven Stationen.
Deutsches Porzellanmuseum
Im deutschen Porzellanmuseum in Hohenberg an der Eger werden heute etwa 12000 Exponate der Porzellangeschichte auf rund 2000 m² Fläche gezeigt. Die Präsentation in Hohenberg hat ihren Schwerpunkt auf dem 19. und 20. Jh. und zeigt u. a. den Wertewandel von der Aristokratie bis zur Industrialiserung sehr anschaulich in animierten Wohnszenen, wo ganze Sozialzusammenhänge und gesellschaftliche Stimmungen nachvollziehbar werden. Das Museum wurde ursprünglich in der ehemaligen Unternehmervilla von Carolus Magnus Hutschenreuther eingerichtet und und im Jahre 1995 durch einen Anbau erweitert. Hutschenreuther gründete im Jahre 1814 die erste Porzellanfabrik Nordostbayerns.
Führungen & Kurse
Es werden in allen Museen allgemeine und themenspezifische Führungen angeboten. Für Kindergruppen und Schulkassen gibt es sogar spezielle pädagogische Führungen. Zudem gibt es regelmäßige Kurse für Modellieren und Bemalen von Porzellan.

Gastronomie
Zum Porzellanikon Selb gehört ein Café und Restaurant im ehemaligen Brennhaus.
Öffnungszeiten
Informationen zu den Anfahrtswegen, den Öffnungszeiten und den Eintrittspreisen der Museen finden Sie auf der Internetseite www.porzellanikon.org .
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